Geschichte des Großen Preises von Pardubice
Die große Steeplechase in Pardubice wird seit 1874 veranstaltet.
Jede Pferderennbahn besitzt ihre eigene Atmosphäre. Unerreichbar und vollkommen unvergleichlich ist jene in Pardubice, wo eines der allerschwersten Hindernisrennen in Europa gelaufen wird – Der Große Preis von Pardubice - Steeplechase.
In verschiedensten Veröffentlichungen wurde früher erwähnt, dass der Große Preis von Pardubice das schwerste Hindernisrennen Europas ist. Im gewissen Sinne wird dem auch so sein, auf alle Fälle ist es ein Pferderennen mit einer langen Tradition, dessen Geschichte mehr als interessant ist, das seine besonderen Eigenheiten und seinen besonderen Zauber hat. Es ist ein Rennen von dem nicht nur tschechische Jockeys träumen, wenn schon nicht zu siegen, so zumindest teilnehmen zu dürfen. Auf jeden Fall aber ist es ein gesellschaftliches und sportliches Ereignis allerersten Ranges in Tschechien. Denn bevor die erste Fußballliga gegründet worden war, - hatte der Große Preis von Pardbuice bereits 50 Jahrgänge hinter sich gebracht.
Der Große Preis von Pardubice wurde 1874 erstmals ausgetragen. Die Rennstrecke, die heute zurückgelegt werden muss wurde im Jahre 1856 angelegt. Das heutige Erscheinungsbild des Rennplatzes geht auf die frühen Nachkriegsjahre zurück.
Im Lauf der Geschichte veränderte sich der Verlauf des Rennens. Zuletzt im Jahre 1998, als die Schlußphase des Rennens auf der Zielgerade in der entgegengesetzten Richtung gelaufen wurde. Die Versetzung des Zieles und die Umkehrung der Laufrichtung nach Rechterhand ist mit der Errichtung der neuen Tribüne im engen Zusammenhang zu sehen.
Die Hauptrennbahn mißt im Oval 2.200m, die Strecke des Großen Preises von Pardubice beträgt ca. 6.900m. Die Pferde müssen insgesamt 31 Hindernisse überwinden. Das bekannteste ist der Taxis-Graben, -einer der schwierigsten Sprünge der Welt. Im Parcours sind noch einige weitere schwierige Hindernisse, welche oft über Erfolg oder Mißerfolg der Teilnehmer entscheiden. Dazu gehören die irische Bank, der französische Sprung, der Schlangengraben, die großen Hecken, der große Wassergraben und andere. Die Strecke führt zumeist über Gras, ein Teil führt über schweren, gepflügten Boden, -dessen Anteil sank in der Vergangenheit kontinuierlich.
Als erster Sieger lief der in Frankreich geborene FANTÔME mit dem Jockey Sayers durch das Ziel. Insgesamt haben sich 87 Pferde und 77 Reiter in die Siegerliste eingetragen. Das erfolgreichste Pferd war der Fuchs ŽELEZNÍK, der als einziger viermal siegen konnten, und zwar in den Jahren 1987-1989, sowie 1991. Jeweils dreimal siegen konnten sechs Pferde: BRIGAND in den Jahren 1875, 1877 und 1878, LADY ANNE in den Jahren 1891, 1894 und 1896, EPIGRAF in den Jahren 1957-1959, KOROK in den Jahren 1969, 1971 und 1972, SAGAR in den Jahren 1981-1983, und PERUÁN in den Jahren 1998-2000.
Der erfolgreichste Reiter, Josef Váòa siegte insgesamt fünf mal, -vier mal mit ŽELEZNÍK und im Jahre 1997 mit VRONSKY. Václav Chaloupka konnte vier Triumphe sammeln, drei mit KOROK und einen im Jahre 1978 mit VÁCLAV. Die gleiche Anzahl von vier Erfolgen konnte der überragende deutsche Jockey Peter Gehm verzeichnen: im Jahre 2001 im Sattel von CHALCO, ein Jahr später mit MASKULA, sowie die zwei folgenden Jahre mit REGISTANA. Peter Gehm ist der einzige Jockey in der Geschichte des Rennens, der viermal in Folge gewinnen konnte. Im Laufe der Geschichte nahmen auch einige Damen am Rennen teil. Als erste Lata Brandisová, die im letzten Vorkriegsjahr im Jahe 1937 mit der Stute NORMA als erste durch das Ziel lief.
Die Streckenbestzeit hält die Stute SIXTEEN, die im Jahre 2008 das Rennen in einer Zeit von 08:58,99 Minuten gelaufen ist. In der Nachkriegszeit, in welcher die Rennstrecke grundlegende Änderungen erfahren hat, wurde als Bestzeit der Lauf des Franzosen ROYAN DE LUNE, des Siegers von 1947 verzeichnet, - seine Zeit: 10:30,3. Im Jahre 1987 lief ŽELEZNÍK die Zeit von 9:56,13 und blieb damit erstmal unter der 10 Minuten Marke.











